Sturzprävention und Sturzrehabilitation im Alter

Stürze und ihre Folgen sind eine der häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit älterer Menschen. In der Gruppe der Über-70-Jährigen ist jeder Zweite schon ein oder mehrere Male gestürzt. Stürze sind selten unvorhersehbare und zufällige Ereignisse oder Begleiterscheinungen von Alterungsvorgängen, sondern häufig das Resultat mehrerer gleichzeitig auftretender Merkmale und Risikofaktoren. In der Regel bedeuten Stürze im Alter sowohl für die Betroffenen als auch für Angehörige und Mitarbeitende im Pflegedienst eine große Belastung.

Die Seminarreihe Sturzprävention setzt im Umgang mit diesem Thema konstruktive und nachhaltige Hilfestellungen und bietet Lösungsansätze für pflegende und therapeutisch tätige Fachkräfte an.

Zielgruppe: Mitarbeitende aus dem medizinischen, therapeutischen und pflegenden Bereich
ReferentInnen: Elisabeth Grünberger, Markus Obermayr, Rainer Simader, Andreas Mersa

Zeit, Kosten und Ort nach Vereinbarung.
Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse!


Basisseminar – Tag 1

Die Teilnehmenden erhalten Basisinformationen über Stürze, deren Häufigkeit, multifaktorielle Risikofaktoren und Folgen. Weiters werden diesbezüglich Maßnahmen besprochen und die praktische Umsetzung exemplarisch geübt. Die Teilnehmenden verstehen den Zusammenhang zwischen Förderung von Bewegung und der Verhinderung bzw. Rehabilitation von Stürzen.

Theoretische und praktische Inhalte:

  • Häufigkeit von Stürzen
  • Risikofaktoren
  • Einflüsse von körperlichen Veränderungen (z.B. Kraft, Gleichgewicht etc.) auf das Sturzrisiko
  • Unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung der Bewegungsfähigkeit
  • Übungsbeispiele zur Förderung der Mobilität
  • Einfache Tests zur Überprüfung des Gleichgewichts und der Sturzgefahr

Methodik: Theorieimpuls, praktische Übungen, Reflexion, 8 UE
ReferentInnen: Markus Obermayr, Rainer Simader

Zeit, Kosten und Ort nach Vereinbarung.
Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse!


Aufbauseminar – Tag 2

Die Teilnehmenden bekommen einen verständlichen Überblick über psychische Krankheiten im höheren Alter, besonders über Demenz. Ein wichtiger Punkt ist die Untersuchung der verschiedenen Ursachen für Stürze bei Menschen mit Demenz oder geistigen Einschränkungen. Dabei werden praktische Tipps zur Vorbeugung gegeben. Es werden auch neue Ansätze vorgestellt, zum Beispiel der Einsatz von Musik, um Stürze zu verhindern, sowie wissenschaftlich geprüfte Hilfsmittel. Außerdem geht es um rechtliche und ethische Fragen, wie den Einsatz freiheitsentziehender Maßnahmen und Konzepte für eine Betreuung, die sich an den Bedürfnissen der betroffenen Personen orientiert.

Theoretische und praktische Inhalte:

  • Psychische Veränderungen als Folge von Stürzen, Strategien der Begleitung
  • Post-Fall-Syndrom: Entstehung, Erkennen von Konsequenzen im Umgang mit betroffenen Personen
  • Umgang mit Demenz: Kontaktaufnahme und mögliche Interventionen
  • Bedeutung und der Einsatz von Musik
  • Bedeutung eines Sturzes für die Pflege, Möglichkeiten und Grenzen
  • Fallbeispiele und Selbsterfahrung

Methodik: Theorieimpuls, praktische Übungen, Reflexion, 8 UE
Voraussetzung:
Teilnahme am Grundlagenseminar
ReferentInnen: Elisabeth Grünberger, Mag. Andreas Mersa

Zeit, Kosten und Ort nach Vereinbarung.
Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse!

Die Seminarreihe wird bereits seit 2011 in diversen Landeskliniken angeboten und seit 2013 besteht die Zusammenarbeit mit der Landesgesundheitsagentur NÖ.

ReferentInnen

Elisabeth Grünberger
Rainer Simader
Markus Obermayr
Mag. Andreas Mersa
Bernadette Pichler-Holzer
Mag. Carmen Operschall-Reiter

Referenten

Elisabeth Grünberger
Rainer Simader
Markus Obermayr
Andreas Mersa
Bernadette Pichler-Holzer
Carmen Operschall-Reiter

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