Weiterbildung / Sturzprävention
Sturzprävention und Sturzrehabilitation im Alter
Stürze und ihre Folgen sind eine der häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit älterer Menschen. In der Gruppe der Über-70-Jährigen ist jeder Zweite schon ein oder mehrere Male gestürzt. Stürze sind selten unvorhersehbare und zufällige Ereignisse oder Begleiterscheinungen von Alterungsvorgängen, sondern häufig das Resultat mehrerer gleichzeitig auftretender Merkmale und Risikofaktoren. In der Regel bedeuten Stürze im Alter sowohl für den Betroffenen, als auch für Angehörige und MitarbeiterInnen im Pflegedienst eine große Belastung.
GRUNDLAGENSEMINAR
Sie erhalten in diesem Seminar Basisinformationen über die Sturzhäufigkeit und Sturzursachen und wie diese verhindert werden können. Weiters lernen Sie körperliche Veränderungen im Alter und mögliche Verbesserungsmöglichkeiten kennen. Sie erhalten Informationen zum Post-Fall-Syndrom und können dieses erkennen. Sie erfahren, wie sie ängstliche PatientInnen erkennen können und wie sie mit deren Angst umgehen können.
Theoretische und praktische Inhalte:
- Häufigkeit von Stürzen
- Primäre und sekundäre Sturzfaktoren und Analyse der häufigsten dieser Faktoren in der eigenen Einrichtung
- Körperliche Schwäche, Sensibilitätsstörungen, Gleichgewichtsstörungen und Veränderungen des Gangbildes und Konsequenzen für den betagten bzw. hochbetagten Menschen
- Einfache unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung dieser Veränderungen
- Post-Fall-Syndrom: Entstehung, Erkennen, Konsequenzen im Umgang mit bertoffenen Personen
- Sicherheit im Alter – Erkennen von Unsicherheit und Angst – psychische Äquivalenzen, die zu Stürzen führen können
- Untermauerung der Inhalte mittels Fallbeispielen und Selbsterfahrung
Methodik: Theorieimpuls, praktische Übungen, Reflexion, 8 UE
Zielgruppe: MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Sozialbereich, MA in Alten – und Pflegeheimen
Max. 20 Personen
VERTIEFUNGSSEMINAR
Sie lernen in diesem Seminar, wie Sturzgefahr bzw. Gleichgewichtsdefizite überprüft werden können und können selbst Konsequenzen für Ihren Alltag daraus ziehen. Sie erhalten Information über weiter bio-psycho-soziale Aspekte bzgl. der körperlichen Veränderungen die zu Sturz führen können oder aus einem Sturzereignis folgen können und erfahren, wie sie Menschen nach einem Sturzereignis zur bestmöglichen Sicherheit begleiten können.
Theoretische und praktische Inhalte
- Einfache Tests zur Überprüfung des Gleichgewichtes und der Sturzgefahr
- Interpretation dieser Tests und Einleiten notwendiger weiterer Schritte
- Psychische Veränderungen als Folge von Stürzen, Strategien der Begleitung
- Richtiger Einsatz von Hilfsmittel
- Durchführung von Lagewechsel, Transfers u. Gehen zum Erhalt und der Verbesserung der bestmöglichen Selbstständigkeit der PatientInnen
- Untermauerung der Inhalte mittels Fallbeispielen und Selbsterfahrung
Methodik: Theorieimpuls, praktische Übungen, Reflexion, 8 UE
Voraussetzung: Teilnahme am Grundlagenseminar
Zielgruppe: MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Sozialbereich, MA in Alten- und Pflegeheimen
Max. 20 Personen
Referenten:

Elisabeth Grünberger
Psychotherapeutin, Physiotherapeutin, Akademische Gerontologin, Tanz- und Bewegungstherapeutin, Klinische Leitung von gerontopsychosozialen Praktikumsstellen für PsychotherapeutInnen in Ausbildung in Wien und NÖ, Mitbegründerin der agenetwork-psychosozialen Betreuung GmbH, Lehrtherapeutin und akademische Leitung für Tanz- und Ausdruckstherapie, Supervisorin für psychotherapeutische Körperarbeit, Tanztherapie und Gerontopsychotherapie

Markus Obermayr
Physiotherapeut, Lehrtherapeut für Physiotherapie an der Akademie für Physiotherapie Wels, Schwerpunkt Geriatrie
INFORMATIONEN / KONTAKT
Inhaltliche und wissenschaftliche Leitung:

Rainer Simader
Physiotherapeut, Lehrtherapeut für Physiotherapie an der Akademie für Physiotherapie Wels und Dozent bei Bachelor- und Masterstudiengänge im Fachbereich Physiotherapie, klinischer Tanz- und Ausdruckstherapeut, Leiter der Fachgruppe „Physiotherapie in Palliative Care und Hospizwesen“, Physio Austria, Senior Physiotherapist St. Christophers Hospice London, UK
Zeit, Kosten und Ort nach Vereinbarung
Material: Beamer, Matten oder Decken, für Teil II ein Bett zur Demonstration der Übungsbeispiele
Bequeme Kleidung, Socken mitbringen
Diese Seminare finden in Kooperation mit dem Neurologischen Bildungszentrum – assista Soziale Dienste GmbH – www.neurobildung.at statt.
Anfragen an:
Elisabeth Grünberger
office@agenetwork.at
0676/ 31 22 515
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